Arbeitseinsatz 2019

Erst einmal vielen Dank an alle Teilnehmer. Insgesamt kamen auch dieses Jahr wieder über 20 Mitstreiter, Franzosen und Deutsche.

Einen kleinen Bericht finden Sie unter Arbeitseinsätze > Arbeitseinsatz 2019

Auch möchten wir Sie, liebe Leser, darauf Aufmerksam machen, dass wir eine Spendenaktion zu Gunsten von Expedition Hartmannsweilerkopf, auf Facebook ins Leben gerufen haben. Über jede Spende zum Erhalt und zur Erweiterung des Projektes, würden wir uns sehr freuen. Diese Spende soll damit dienen, dass es Expedition Hartmannsweilerkopf auch noch im Jahre 2020 gibt. Ein recht herzliches Dankeschön an jeden Spender.

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Monte Piana

In unserer Reihe Dolomiten, möchten wir nun den Monte Piana vorstellen. Das zweigeteilte Plateau, hat einmal die Seite der Österreicher (Monte Piano) und einmal die Seite der Italiener (Monte Piana). Leider hat das Wetter uns einen kleinen Streich gespielt und so konnten wir leider nur die Seite des Monte Piana begehen. Allein schon die Auffahrt über die Kriegsstraße mit dem Shuttlebus (Start bei Misurina), ist ein Abenteuer. Mehr dazu finden Sie unter diesem Link: Shuttle zum Monte Piana 

Besonders die Aussicht zu den drei Zinnen, bei gutem Wetter, ist eine Reise wert. Doch wollen wir Bilder sprechen lassen, anstatt Worte.

K.u.K Soldatenfriedhof Nasswand bei Toblach

Während des Ersten Weltkrieges verloren ca. zehn Millionen Soldaten ihr Leben. Für die Soldaten, welche im Gebirge zum Einsatz kamen, bargen die Besonderheiten des alpinen Geländes viele Gefahren: Durch Lawinen, Steinschlag, große Kälte, Gewitter und anderer Naturerscheinungen starben mehr Menschen als durch feindliche Waffen.
In den Jahren zwischen 1915 und 1917 befand sich hinter dem Nasswandvorsprung (gegenüber dem Friedhof) der Hauptverbandsplatz der Österreicher. Wer im Lazarett starb, wurde sofort und ohne nach Nationen zu unterscheiden hier, neben dem Hauptverbandsplatz der Österreicher, begraben. So entstand der Soldatenfriedhof Nasswand.
Nachdem Südtirol an Italien angegliedert worden war, übernahm das italienische Militär die Aufgabe, die vielen kleinen Frontfriedhöfe zu einigen wenigen größeren zusammenzulegen. In der Zeit von 1926 bis 1938 wurden die Gefallenen dann umgebettet. In den Soldatenfriedhof von Nasswand wurden die Leichen aus verschiedenen Friedhöfen in der Nähe verlegt.

Während die „Deutschen“ abtransportiert wurden, kamen aus ganz Südtirol die Überreste von Gefallenen anderer Nationalitäten nach Nasswand.
1.259 fanden auf dem Soldatenfriedhof Nasswand ihre letzte Ruhestätte. Die damals angelegte Gräberliste zählt 268 Russen, 147 Serben, 145 Polen, 121 Ungarn, 114 Unbekannte, 45 Rumänen, sieben Slowenen und einen Belgier.

Der 3.174m2 große Friedhof steht heute unter Denkmalschutz. Er ist zum Teil Eigentum des „Commissariato Generale Onoranze Caduti in Guerre“, zum anderen von Frau Emma Prenn-Fuchs.

Quelle: Kriegerfriedhof Nasswand

K.u.K Soldatenfriedhof Burg bei Innichen

Unser kleiner Pfingsturlaub fand diesmal in den Dolomiten/Südtirol statt. Natürlich konnte ich nicht anders, als mich dort einmal umzuschauen, nach den Begebenheiten des ersten Weltkrieges dort. So konnten wir nicht nur die Friedhöfe Innichen und Nasswand besuchen, sondern auch den Monte Piana.

Soldatenfriedhof Burg

Aufgrund der Nähe zur Dolomitenfront entstanden in Innichen während des Ersten Weltkrieges 1914-1918 mehrere Militärspitäler, in denen so viele verwundete und erkrankte Soldaten verstarben, dass sie nicht mehr weiterhin im Stiftsfriedhof beerdigt werden konnten. Deshalb ersuchte Bürgermeister Josef Baumgartner das k. u. k. Grenzabschnittskommando Nr. 10 um die Errichtung eines eigenen interreligiöser Militärfriedhofes. Noch im Sommer 1915 wurden die notwendigen Arbeiten in Angriff genommen, sodass bereits ab Ende Juli 1915 die ersten verstorbenen Soldaten am neu errichteten Areal beerdigt werden konnten. Am 12. März 1916 schließlich wurden der Soldatenfriedhof und die Kapelle von Divisionspfarrer Anton Pircher geweiht und von Generalmajor Karl Englert seiner endgültigen Bestimmung übergeben. Bis November 1918 bestattete man im Soldatenfriedhof Burg  über 700 namentlich bekannte Soldaten in Einzelgräbern, unter ihnen Mitglieder der k. u. k. Armee, italienische, russische, rumänische und serbische Kriegsgefangene sowie Bosniaken, und viele unbekannte Soldaten in einem Massengrab.
 


Als Innichen 1916 von italienischen Granaten beschossen wurde und folglich die Feier des Gottesdienstes in der Stiftskirche sowie der Franziskaner-Klosterkirche wegen der Gefahr eines Volltreffers zu riskant war, wurden die Heiligen Messen und Andachten in der Kapelle des Soldatenfriedhofes abgehalten. In der Zwischenkriegszeit sorgte sich die Gemeinde zusammen mit der italienischen Kriegsgräberfürsorge (C.O.S.C.G.) um den Erhalt des Friedhofes, wofür 1927 eine eigene Friedhofskommission eingesetzt wurde. Im Oktober 1934 wurden von Seiten des Staates die italienischen Kriegsgefangenen exhumiert und im Ossarium Pocol bei Cortina zugebettet.

Als Folge des Optionsabkommens zwischen Deutschland und Italien exhumierte man im Jahre 1941, nachdem der Friedhof bereits von der italienischen Kriegsgräberfürsorge offiziell aufgehoben worden war, 181 Kriegsopfer und bettete sie auf die Soldatenfriedhöfe in Vahrn/Brixen (92), Nasswand (68), St. Jakob/Bozen (11), Meran (8), Pordoijoch (2). Die verbliebenen Grabkreuze und die Kapelle verschwanden im Laufe der Zeit und über das eingeebnete Gräberfeld breitete sich ein Wildwuchs aus. 

Durch den Einsatz des Franziskaners Frater Siegfried Volgger und die Mithilfe der Schützenkompanie „Hofmark Innichen“ wurde der Soldatenfriedhof Burg in den Jahren 2003/04 wieder erneuert und die Kapelle neu errichtet. Am 28. August 2004 konnte der wiederhergestellte Friedhof vom Grazer Weihbischof Dr. Franz Lackner OFM feierlich eingeweiht werden. Das Markenzeichen und der Zauber des Soldatenfriedhofes „Burg“ in Innichen sind seine Schlichtheit und Pflege. 
 
 
Hier geht es zu den Bildern des Friedhofes Burg