Besuch im Museum Hartmannsweilerkopf

Am Karfreitag haben wir nun endlich einmal das neue Museum am Hartmannsweilerkopf besucht. Mit großer Vorfreude sind wir rein, aber mit mit ebenso großer Enttäuschung wieder raus. Warum? Ok, als guter Kenner des Hartmannsweilerkopfs hat man bestimmt eine andere Sichtweise als ein normaler Besucher. Trotzdem muss man sich eingestehen, dass man für 5,00€ Eintritt eigentlich nichts weiter zu sehen bekommt außer einer kleinen Vorführung von Daten. Natürlich ist das unsere Meinung und daher bestimmt auch streitbar. Es bleibt trotzdem ein bitterer Nachgeschmack, wenn man das alte Museum in der Krypta kennt und sich fragen muss, was mit all den Ausstellungsstücken passiert ist, die dort oben einmal waren.

Besonders eines ist uns ins Auge gefallen, der „zu Tode restaurierte“ Beobachter. Aber wie gesagt, das ist nur unsere Meinung.

Besuch am Hartmannsweilerkopf

Nach einiger Zeit haben wir uns entschlossen, wieder einmal die Kuppe am Hartmannsweilerkopf zu besuchen. Leider kann man sehen, dass sich der Zustand dort oben immer mehr verschlechtert – und das wird bewusst so gemacht!

Trotzdem hatten wir einen schönen Tag am Berg. Ganz besonders stolz hat mich gemacht, dass meine fünfjährige Enkelin mit dabei war. Insbesondere hat  uns überrascht, dass sie großes Interesse an vielen Begebenheiten zeigte. Wo ein Bunker war, war auch die Kleine.

Der Kalkofen

Die Anlage Four à Chaux wurde zwischen 1930 und 1935 von ungefähr 800 Arbeitern, hauptsächlich Fremden, erbaut. Der Rohbau wurde von der Firma Entreprise Générale d’Orléans ausgeführt, während die Spezialteile wie die Türme oder das Belüftungssystem von spezialisierten Firmen übernommen wurden. Der Name Four à chaux bezieht sich auf einen ehemaligen Kalkofen, der in der Nähe bis 1939 in Funktion war, kommt und der dann dem gesamten Gebiet ringsum seinen Namen gab. Dieser Name wurde dann später auch die gängige, zivile Bezeichnung, in Kriegszeiten war der Code-Name A4 gewesen. Der Four à chaux gehört zu den 108 Forts der Maginot Linie, die sich entlang der Grenze auf 750 km erstrecken. Die Anlage gehört zu diesem Gebiet…

Unsere Bilder finden Sie hier: der Kalkofen

Am Violenkopf

Am 8. August 1914 überquerte eine französische Division den Pass von Sainte-Marie-aux-Mines in Richtung Sélestat. Sie wurde von den Deutschen zurückgedrängt, die wiederum auf dem Pass Fuß fassten und ihn bis zum Ende des Krieges hielten. Die um den Pass liegenden Gipfel wurden regelmäßig in den Jahren 1915 und 1916 umkämpft.

Der Minenkrieg wütete auf dem Bernhardstein, dem Tête du Violu und auf dem Cote 607. Die Pioniereinheiten der beiden Armeen errichteten, ohne Unterlass, Gänge zur Lagerung der Sprengstoffe, mit denen die gegnerischen Schützengräben gesprengt werden sollten.

Vom Sommer 1916 bis Juni 1918, als eine amerikanische Division das Gebiet bis zum Eintreten des Waffenstillstandes besetzt, bleibt der Abschnitt des Violu relativ ruhig.

Auch heutzutage sind noch viele Betonbauten zu sehen, insbesondere Kasematten aus schwerem Mörtel, Posten der visuellen Kommunikation und Bunker jeglicher Art. Letztere wurde durch die deutschen Landsturmeinheiten errichtet, die über ein breites Kommunikationsnetz verfügten (Schmalspureisenbahnen, Bergbahnstationen), die dazu dienten, das Baumaterial und die Munition zu transportieren.