Aktuelles 2014

Hartmannsweilerkopf Kreuz

Geld für das Kriegführen

NEUENBURG AM RHEIN. Rund 30 000 Soldaten, Deutsche und Franzosen, starben im Ersten Weltkrieg am Hartmannsweilerkopf. Aufgrund ihrer exponierten Lage war die 956 Meter hohe Bergkuppe bis zum Kriegsende umkämpft. Die heftigsten Gefechte fanden 1915 statt, danach herrschte hoch oben in den Vogesen der Stellungskrieg, in dem die feindlichen Fronten an manchen Stellen nur wenige Meter voneinander entfernt waren.

Hartmannsweilerkopfkreuz Bild:Jürgen Weber
Hartmannsweilerkopfkreuz
Bild:Jürgen Weber

Die hohen Verluste an Menschenleben gleich zum Beginn des Krieges, den alle unterschätzt hatten, schockierten die Bevölkerung Neuenburgs. Seit dem Frieden von Preßburg 1805, in dem die vorderösterreichischen Lande dem Haus Baden zugeschlagen wurden, hatte man keine nennenswerten politischen Umwälzungen mehr erlebt. Selbst der deutsch-französische Krieg 1870/71 war für die Stadt an der Rheinbrücke ohne größere Folgen geblieben. Und nun die neuerliche Katastrophe! Am 23. April 1916 kamen Großherzog Max und Gattin Marie-Luise nach Neuenburg, um der Einweihung eines Kreuzes zu Ehren der Gefallenen vom Hartmannsweilerkopf beizuwohnen. Das „Hartmannsweilerkreuz“, an exponierter Stelle auf dem Hochgestade (Kronenrain) errichtet, hatte neben der heroischen noch eine banale Funktion: An jenem Tag konnten die Bürger in den Stamm goldene, silberne oder eiserne Nägel einschlagen, je nach Zahlungskraft. Mit dem Geld wurde eine Kriegsanleihe finanziert – also die die Fortsetzung des Gemetzels. Ein Foto aus dem Neuenburger Stadtarchiv zeigt die badische „First Lady“ beim Einschlagen des ersten Nagels. Auch wenn die Nägel in Form von hübschen Ornamenten in das Holz geschlagen wurden, darf man über ihren damaligen Zweck nicht hinwegsehen. Und auch, dass die Mahnung an die Gefallenen damals nur den deutschen Soldaten galt: „…Helden starben dort für dich, bete für sie“. 1932 schreibt René Schickele in seinem Essay „Die Grenze“ vom Hartmannsweilerkopf als dem „gewaltigsten Totenberg der Welt“, auf dem später auch ein großes Gedenkkreuz errichtet wurde. Mit Blick auf das Hartmannsweilerkreuz in Neuenburg schreibt Schickele: „Es hat sich später eingestellt. Es steht höher, es ist größer. Es gilt für Freund und Feind.“ Das Kreuz auf dem Hartmannsweilerkopf antworte dem Neuenburger Kreuz „Erbarmt euch der Lebenden“, notiert Schickele.

Bild: Jürgen Weber
Bild: Jürgen Weber

1940 wurde Neuenburg durch starken Artilleriebeschuss zerstört, ein neues Kapitel in der traumatischen Stadtgeschichte. Auch das Hartmannsweilerkreuz wurde stark beschädigt. Der Maler Julius Kibiger hat mit der Ansicht der zerstörten Stadt und dem Hartmannsweilerkeuz inmitten von Ruinen vor einer geradezu heiteren Frühlingslandschaft mit Ausblick auf die Vogesen eins seiner eindrucksvollsten Bilder geschaffen. Auch die zerstörte Rheinbrücke ist darauf zu erkennen, die prägnanten Einzelheiten deuten darauf hin, dass Kibiger direkt vor Ort gemalt hat. Die Schäden waren so stark, dass das Kreuz nach dem Krieg entfernt wurde. Erst 1961 wurde es wieder an seiner ursprünglichen Stelle errichtet. Die Kolpingsfamilie und das katholische Männerwerk hatten sich dafür eingesetzt. Die Einweihungsfeier am 15. September 1961 wäre ganz im Sinne des großen Europäers Schickele gewesen und deutet auf erste zarte Annäherungsversuche der beiden ehemals verfeindeten Nationen vor Ort: An ihr nahm auch Emil Hunzinger, der Bürgermeister von Chalampé teil. Die Weihe nahm Stadtpfarrer Schäfer vor. Und es wurde noch ein Zeichen von starker Symbolkraft gesetzt: Während der Dauer der Feierstunde war auch das große, von Neuenburg aus sichtbare Kreuz auf dem Hartmannsweilerkopf beleuchtet.
Der wachsende Wohlstand der Zähringerstadt brachte in den Folgejahren größere Baumaßnahmen mit sich, unter anderem die Neugestaltung der Stadteinfahrt am Kronenrain. So musste das Hartmannsweilerkreuz 1975 seinen Standort wechseln. Es steht jetzt weniger auffällig an der Einmündung der Mühlenstraße in die Basler Straße. Die eingeschlagenen Nägel wirken heute nur mehr dekorativ.

Bild: Jürgen Weber
Bild: Jürgen Weber

Quelle: Badische Zeitung/Jürgen Weber

Begehung Sudelkopf

Am 08. November ist eine kleine Gruppe unter Führung von Louis Scheromm auf dem Sudelkopf gewesen. Bei schönsten Wetter, war es eine tolle Führung im Bereich der Stellung Gutermann und der Feste Crailsheim. Es gibt dort oben zwar nicht mehr viel zu entdecken, aber die Informationen die wir bekamen waren sehr interessant. Im Bereich Sudelkopf haben wir nun auch die Stützpunkte 2 und 3 mit Bildern versehen.

Bilder Sudelkopf

Auszeichnung der Reservisten Kameradschaft Siegen

Hier ein Bericht unserer französischen Freunde über die Ehrung der deutschen RK Siegen, die seit 27 Jahren am Hartmannsweilerkopf tätig sind.

Nachdem man sie in allen offiziellen Presseberichten und bei dem Staatsbesuch am 3. August am Hartmannswillerkopf offenkundig „vergessen“ hatte, sind unsere ersten Reservisten, die Siegener, in Mutzig für ihr Engagement im Dienste der deutsch-französischen Freundschaft und unserer gemeinsamen Geschichte mit der Médaille de la Défense Nationale geehrt worden. Die Orden wurden vom Kommandeur der D/F Brigade in Anwesenheit von vielen deutschen und französischen Reservisten die sich im Rahmen des hundertsten Jahrestags des Kriegsbeginns der „Grande-Guerre“ getroffen haben, übergeben.

die Geehrten...
die Geehrten…
bei der Ehrung...
bei der Ehrung…
Robert mit den Orden
Robert mit den Orden

Quelle: Les Amis du Hartmannswillerkopf

Auch von uns ein recht herzliches Dankeschön an die Kameraden.

Jahreführung 2014

Die von uns organisierte Jahresführung am Col de la Chapelotte war ein voller Erfolg. Alle teilnehmenden Personen waren am Schluss sehr zufrieden. Dank der zwei Guides Richard und Francois bekamen die Mitglieder viele Informationen über die Begebenheiten an diesem umkämpften Ort in den Vogesen. Daher ein Dank an die zwei Führer. Auch die Stimmung innerhalb der zwei Gruppen war bestens. Ein besonderes Lob bekamen wir von einem jahrelangen Mitglied: „das war die beste Führung die er je mitgegangen – angefangen von Organisation bis hin zum bestellten schönen Wetter“.

Führungsteilnehmer 2014
Führungsteilnehmer 2014

Bilder Führung 2014

Hype um den Hartmannsweilerkopf

Ein wahrer Hype findet zur Zeit um den Hartmannsweilerkopf statt. Natürlich hängt das mit zwei Ereignissen zusammen: 1. der Besuch der beiden Staatspräsidenten Holland und Gauck und 2. der Beginn vom Ausbruch des ersten Weltkrieges vor 100 Jahren.

Gerade die Medien haben dieses Spektrum für sich gefunden. Viele Anfragen, Interviews und Filmbeiträge haben wir – gemeint sind hierbei die Vereinigungen Les Amis du Hartmannswillerkopf und Expedition Hartmannsweilerkopf – zusammen mit den Medien in die Gänge gebracht.

Radiosendung SWR 2 Wissen mit Gregor Papsch

Ostertreffen 2014

Das erste Ostertreffen der Mitglieder von Expedition Hartmannsweilerkopf war ein voller Erfolg. Trotz des recht kalten Wetters – nur 2° – war die Stimmung prächtig und ausgelassen. Ein herzliches Danke an die Teilnehmer.

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Danke Les Amis du Hartmannswillerkopf 2014

Nach jahrelanger unterschiedlicher Meinungen, die es zwischen der ehemaligen deutschen Vereinigung und der französischen gab, möchten wir nun endlich damit aufräumen und die französische Gemeinschaft Les Amis du Hartmannswillerkopf mit ihrem Präsidenten Robert Lenhardt und deren Mitglieder ein Danke übermitteln für Ihre hervorragende Arbeit am Hartmannsweilerkopf.

Es freut uns daher hier Bilder vorzustellen die mir Marilyne Capon zur Verfügung gestellt hat. Es zeigt die Säuberungsarbeiten am Zündmittelraum.

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Vielen Dank für die tolle Arbeit...
Vielen Dank für die tolle Arbeit…

Diebstahl und Zusammenbruch 2014

Keine gute Nachrichten kommen vom Hartmannsweilerkopf. Ein Diebstahl und eine Beschädigung  an der Kaserne geben wieder einmal zu denken.

Einsturz an der Kaserne (Quelle: Les Amis du Hartmannswillerkopf)
Einsturz an der Kaserne
(Quelle: Les Amis du Hartmannswillerkopf)
Posten Guibert ohne Platte (Quelle: Les Amis du Hartmannswillerkopf)
Posten Guibert ohne Platte
(Quelle: Les Amis du Hartmannswillerkopf)
Posten Guibert mit Platte
Posten Guibert mit Platte

Kuppe im Januar 2014

Mit unseren neuen Veröffentlichungen präsentieren wir Ihnen diesmal die Kuppe mit einem Hauch Winter.

WGM Rastatt 2013

Die Wintermonat haben wir auch genutzt um uns einmal im Wehrgeschichtlichen Museum in Rastatt umzuschauen. Nicht das nur Schloss selber ist schon eine Reise wert, sondern auch die Dauerausstellung zum Thema erster Weltkrieg ist sehr interessant.

Hier geht es zum direkten Link: WGM Rastatt