Soldatenfriedhöfe Vogesen

Breitenbach

der deutsche Soldatenfriedhof im französischen Münstertal liegt gut versteckt und schwer erreichbar. Der Weg dorthin führt über eine nicht gerade Autofreundliche Piste.Trotzdem ist der Soldatenfriedhof sehr gepflegt und schön angelegt.

Und hier einige Daten zur Grabstätte – entnommen aus der Internetseite vom deutschen Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V

Département Haut-Rhin

3.529 deutsche Kriegstote Erster Weltkrieg
173 deutsche Kriegstote Zweiter Weltkrieg

Der deutsche Soldatenfriedhof Breitenbach wurde im Dezember 1920 von den französischen Militärbehörden als Sammelfriedhof für deutsche Gefallene angelegt. Das Gebiet erstreckte sich in einem Umkreis von bis zu 35 Kilometern auf 66 Orte bzw. Ortsteile von Riquewihr (Reichenweier) im Norden über Neuf-Brisach (Neu-Breisach) am Rhein bis vor die Tore der Stadt Cernay (Sennheim) im Süden. Die meisten Toten kamen aus den Kampfgebieten im oberen Fechttal mit seinen Nebentälern innerhalb des Vogesenkammes. Weitere Umbettungen erfolgten auch aus dem südlich gelegenen Lauchtal. Ein kleiner Teil der hier Ruhenden verlor das Leben bei den ersten Grenzgefechten Anfang August 1914 sowie dem deutschen Gegenangriff bis zum Vogesenkamm Ende August bis Anfang September 1914. Die Mehrzahl starb jedoch bei den Kämpfen vom Oktober 1914 bis Ende 1915 sowie bei der Abwehr der französischen Offensive im Juli und August 1915. Auch die bis Kriegsende 1918 andauernden Stellungskämpfe forderten ständig neue Opfer. Insgesamt ruhen hier Tote, die 14 verschiedenen Infanterie- bzw. Artillerieregimenten angehörten. Insbesondere Gefallene der bayerischen Res.Inf.Reg. 18, 19, 22 und 23 mit insgesamt 631 Toten. Die Opfer gehörten darüber hinaus Truppenteilen an, deren Heimatgarnisonen in Baden, Württemberg, Westfalen, Ostfriesland, Hannover, Braunschweig, Brandenburg, Pommern, Westpreußen, Sachsen und dem Elsaß lagen.

Gerbeviller

Département Meurthe-et-Moselle

5.462 deutsche Kriegstote Erster Weltkrieg

2.164 französische Tote des Ersten Weltkrieges und
3 Tote des Zweiten Weltkrieges auf einem eigenen gegenüberliegenden Soldatenfriedhof.

Der deutsche Soldatenfriedhof Gerbéviller wurde von den französischen Militärbehörden – wie der französische Friedhof – im November 1920 als Sammelfriedhof angelegt. 3.756 deutsche Gefallene sind seinerzeit aus provisorischen Grabstätten in 67 Gemeindebereichen geborgen und hier wieder eingebettet worden. Es waren vorwiegend Tote aus der sogenannten Schlacht in Lothringen, in deren Verlauf deutsche Truppen Ende August/Anfang September 1914 bis an die Tore von Nancy vordrangen, sich aber im Zusammenhang mit der Marneschlacht fast wieder auf die frühere Reichsgrenze zurückziehen mussten. Später kamen noch verstorbene deutsche Kriegsgefangene hinzu. Schon im Jahre 1919 hatten die französischen Militärbehörden in Champenoux, ca. 15 km ostwärts Nancy, einen weiteren Sammelfriedhof für 1.669 deutsche Gefallene angelegt. Aus Gründen öffentlichen Interesses musste 1944 – während des Zweiten Weltkrieges – der Friedhof aufgehoben werden. Die Toten wurden nach Gerbéviller überführt, so daß die Gesamtbelegung auf 5.462 Gefallene stieg. Die hier Ruhenden gehörten zum größten Teil dem II. bayerischen Armeekorps, zu einem kleineren Teil dem XXI. Armeekorps und der Garde-Ersatz-Division an. Weitere Tote hatten ihre Heimatgarnisonen in Baden, Württemberg, Hessen, Westfalen Braunschweig, Oldenburg, Ostfriesland, Thüringen, Sachsen, Westpreußen, Schlesien, im Rheinland, im Elsaß und in Lothringen.

 

Guebviller

Dieser Soldatenfriedhof hat eine besondere Begebenheit. Und zwar liegen hier deutsche und französische Soldaten gemeinsam hier. Eine weitere ist allerdings eine ganz schlechte, immer wieder werden hier deutsche Soldatengräber geschändet.

Hohrod

Département Haut-Rhin

2.460 deutsche Kriegstote

Erster Weltkrieg

Die deutsche Kriegsgräberstätte Hohrod-Berg ist nach dem 1. Weltkrieg durch die französischen Militärbehörden angelegt worden. Das Einzugsgebiet des Friedhofes umfaßt den Kampfraum zwischen Fecht- und Weißbachtal und den großen Pass-Straßen über den Schlucht-Pass sowie den Bonhomme-Pass. Unmittelbar nach Kriegsausbruch im August 1914 kam es zu ersten Gefechten um die damaligen Grenzübergänge auf dem Vogesenkamm. Nachdem die französischen Truppen zunächst bis in das Elsaß vorgedrungen waren, wurden sie von deutschen Reserven zurückgeschlagen. Zu weiteren schweren Kämpfen kam es zwischen Kaysersberg und Urbeis im April und Juni, westlich Münster im Februar-März und August-September 1915. Ende Juli 1915 unternahmen französische Truppen nochmals heftige, verlustreiche Angriffe. Auch der Stellungskrieg in den Jahren 1916-1918 forderte weitere Opfer.

Nach Kriegsende nahmen die französischen Militärbehörden die Bergung von Gefallenen vor, die während der Kämpfe im Bereich von 23 umliegenden Gemeinden verstreut in provisorisch angelegten Gräbern bestattet worden waren. Sie betteten diese Toten in Hohrod auf dem Friedhof wieder ein. Heute ruhen hier Gefallene, deren Heimatgarnisonen zu einem großen Teil in Bayern, aber auch in Baden, Württemberg, Hannover, Ostfriesland, Braunschweig und Rheinland lagen.
Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf Grund einer 1926 mit den französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus.

Der Eingang wurde neu gestaltet und eine Stützmauer aus Bruchstein zur Straßenseite errichtet. Auch die Einfassung des Gemeinschaftsgrabes erfolgte aus Bruchstein. Die Gräberfläche erhielt eine Bepflanzung mit Heidekraut und zahlreichen Bäumen und Sträuchern. Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges zunächst ungelöst.

Illfurth

Der deutsche Soldatenfriedhof liegt in einem Waldstück bei Illfurth. Er ist sehr schön gelegen und gepflegt. Allerdings muss man bei der Anfahrt auf die teilweise versteckten Schilder achten.

Hier einige Daten zum Friedhof vom Volksbund deutscher Kriegsgräberstätten.

1.964 deutsche Kriegstote Erster Weltkrieg

Der deutsche Soldatenfriedhof Illfurth wurde im April 1920 von den französischen Militärbehörden angelegt. Er nahm als Sammelfriedhof einen Teil der Gefallenen aus den Gefechten am 7. und am 17. August 1914 auf, als die französischen Streitkräfte – aus dem Raum Belfort vordringend – über Mühlhausen hinaus versuchten, den Rhein zu erreichen. Ende des Monats verfolgten deutsche Truppen die sich zurückziehenden Franzosen. Diese Kämpfe und der anschließende bis Kriegsende 1918 andauernde Stellungskrieg forderten weitere Opfer. Die Überführung der im Bereich von 64 Gemeinden und Ortsteilen während des Krieges provisorisch beerdigten Kriegstoten und in französischer Gefangenschaft Verstorbenen nach Illfurth endete im Jahre 1924. Unter den Umgebetteten befand sich auch der erste deutsche Tote des Krieges 1914-1918 an der Westfront, Leutnant Albert Mayer, der am 2. August 1914 bei einem Patrouillenritt fiel. Bei diesem Gefecht verlor auch der erste französische Soldat sein Leben. Einige während des Krieges auf Feldfriedhöfen errichtete Denkmale wurden nach Illfurth umgesetzt, wie das Denkmal des Bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments 15, der Gedenkstein des Landwehr-Inf.-Regt. 123 – früher auf dem Friedhof Bernweiler – sowie ein Denkmal für eine am 18. März 1916 gefallene Flugzeugbesatzung, das zuvor in Habsheim stand. Die heute hier Ruhenden gehörten Truppenteilen an, deren Heimatgarnisonen überwiegend in Bayern, Baden und Württemberg, aber auch in Westfalen, Hessen, Thüringen, Ostpreußen, Schlesien, Niedersachsen und im Elsaß lagen.

Moosch

Französisch nationaler Friedhof der in der Ortschaft Moosch (Nahe Thann) liegt wurde zwischen 1918 und 1921 erstellt und hat eine Fläche von 3096 m2. 594 Soldaten sind dort begraben. Dieser Friedhof wurde in der Terrasse in den Berghang gebaut.

Ste.-Marie-aux-Mines

Département Haut-Rhin,

1036 deutsche Kriegstote, Erster Weltkrieg,

136 deutsche Kriegstote Zweiter Weltkrieg

Der deutsche Soldatenfriedhof Sainte-Marie-aux-Mines wurde im Dezember 1916 von der deutschen Truppe angelegt, nachdem die Gemeinde das benötigte Gelände bereitgestellt hatte. Noch während des Krieges bettete man Gefallene aus der Zeit der Kämpfe um den Marie-Pass (Col-de-Ste. Marie) nach hier um. Die ersten Todesopfer forderten die Kämpfe um den Vogesenkamm, über den die damalige Reichsgrenze verlief, als die französischen Truppen in den ersten Kriegstagen – Mitte August 1914 – über diesen Umweg in das Rheintal vorstießen und Sainte-Marie-aux-Mines unmittelbares Kampfgebiet wurde. Der größte Teil der heute auf dem Friedhof Ruhenden fiel bei der deutschen Gegenoffensive vom 20.-23. August 1914 und bei Abwehrkämpfen im Jahre 1915. Etwa ein Drittel der Opfer sind in der Zeit von 1915 bis Kriegsende 1918 im Stellungskrieg gefallen oder ihren Verwundungen erlegen. Die hier Ruhenden gehörten Truppenteilen an, deren Heimatgarnisonen in Bayern, Hessen, Thüringen, Brandenburg und im Rheinland lagen. Nach dem Kriege haben die französischen Militärbehörden den Friedhof durch Zubettung weiterer Gefallener aus neun Gemeindebereichen in der näheren Umgebung erweitert.

Thanvillé

Département Bas-Rhin

607 deutsche Kriegstote
38 Kriegstote der k.u.k.
Österr. Ung. Armee

Der deutsche Soldatenfriedhof Thanvillé wurde im März 1921 von den französischen Militärbehörden angelegt. Auf ihm fanden deutsche Gefallene aus den ersten Grenzgefechten im August 1914 und den Stellungskämpfen von 1915-1918 ihre letzte Ruhestätte. Andere starben in den Lazaretten von Selestat (Schlettstadt) Chatenoi, Villé und Obernai und wurden bis 1924 nach hier umgebettet. Es handelt sich in der Mehrzahl um Angehörige bayerischer Truppenteile, aber auch solche hessischer Regimenter. Die ungarischen Toten gehörten der kgl. ungar. 37. Honved-Inf. Div. an, die auf Bitten der deutschen Obersten Heeresleitung von dem verbündeten Österreich-Ungarn zur Stützung der Westfront abgeordnet worden war. Sie traf zwischen dem 17. und 22. September 1918 – aus Rumänien kommend – mit rund 15 000 Mann im Raum Selestat/Schlettstadt ein. Ausbildung, Umrüstung und teilweise Umbewaffnung nahmen so viel Zeit in Anspruch, dass die Division vor Kriegsende nicht mehr an der Front zum Einsatz kommen konnte. Einige Einheiten halfen in den Vogesenbergen beim Stellungsbau.